Neu Erschienen

Ergebnispräsentation

Deradikalisierung im Gefängnis

Ziel dieser Begleitforschung ist es, die Wirkung der im Strafvollzug gesetzten Interventionen auf radikalisierte Gefangene zu untersuchen und dem Strafvollzug aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung konkreter Fälle Wissen zur Verfügung zu stellen, um die gesetzten Maßnahmen nachzujustizeren. Der Endbericht wurde heute gemeinsam mit Justizminister Brandstetter der Öffentlichkeit vorgestellt und steht hier zum Download bereit. 



Open Access-Publikation

Vom vertretenen zum unterstützten Rechtssubjekt

Das vom Bundesministerium für Justiz 2014/15 durchgeführte Modellprojekt „Unterstützung zur Selbstbestimmung“ erprobte im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention Möglichkeiten, eine gesetzliche Vertretung in Form von Sachwalterschaft zu vermeiden und durch ein erweitertes Clearing vorab alternative Unterstützungen zu erschließen. Die Ergebnisse der begleitenden Evaluationsstudie des IRKS wurden in Band 7 der Schriften zur Rechts- und Kriminalsoziologie veröffentlicht. Die Publikation bietet wertvolle Erkenntnisse zum komplexen Zusammenwirken von persönlicher Lebenssituation und privatem Umfeld, der eingebundenen öffentlichen und sozialen Institutionen sowie der jeweiligen regionalen Infrastruktur an Unterstützungsangeboten.

 



Forschungsprojekt

Studie zur Kronzeugenregelung

Die große Kronzeugenregelung nach §§ 209a und 209b StPO wurde mit 1.1.2011 auf sechs Jahre befristet eingeführt. Man erwartete sich von der neuen Regelung die Aufklärung schwerer Wirtschafts- und Korruptionsdelikte sowie die Beschleunigung langer, komplexer Verfahren. Abgesehen von dem unter dem Schlagwort „Telekom-Affäre“ bekannt gewordenen Fall kam die Kronzeugenregelung bisher jedoch nur sehr selten zur Anwendung. Die nun zur Veröffentlichung freigegebene Studie zielt darauf ab, bisherige Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln, um diese in ein Handbuch und in die Neuformulierung der Regelung einfließen zu lassen. 



Artikel

Eine Desistance-orientierte What Works-Praxis?

Dieser in der Fachzeitschrift Soziale Probleme erschienene Artikel beschäftigt sich mit aktuellen Veränderungen in der österreichsichen Bewährungshilfe. Mit der Einführung der Deliktverarbeitung, eines Programms zur Senkung des Rücfallrisikos, das auf verhaltenstherapeutischen Ansätzen beruht, folgt die Bewährungshilfe dem What-Works-Ansatz. Der Artikel prüft aus der Perspektive der Desistance Forschung, die gerade in Abgrenzung zum risikoorientierten What Works entstanden ist, wie sich diese Neuerungen auswirken. Was beudetet diese Re-Orientierung für die Beziehung zwischen BewährungshelferIn und KlientIn? Verdrängt die Arbeit am Rückfallrisiko die Hilfe zur Sozialintegration? Und wie beurteilen jene, die das Programm durchlaufen haben, seine Wirkung? 



Abschlussbericht

Delinquenz ausländischer Staatsangehöriger in Wien

Im Gegensatz zur medialen und sicherheitspolitischen Kurzzeitperspektive der polizeilichen Kriminalberichterstattung untersucht das Projekt langfristige Kriminalitätsentwicklungen und berücksichtigt nicht nur sämtliche rechtspflegestatistische Daten, sondern setzt sich auch mit der Mehrdeutigkeit von statistischen Daten zu Strafanzeigen auseinander. Der Abschlussbericht liegt nun vor.