Forschungsbereiche
Soziale Inklusion und Ausschließung: Ihren Ausgang genommen haben die Forschungen des Instituts bei den Institutionen der strafrechtlichen Sozialkontrolle wie Polizei, Strafjustiz oder Strafvollzug. Das Forschungsinteresse gilt inzwischen auch weiteren Organisationen und (institutionalisierten) Praktiken sozialer Inklusion vs. Exklusion, der Normalisierung vs. Feststellung und Korrektur der Abweichung von sozialen Erwartungen und Normen.
Konflikte, Konfliktregelung, Restorative Justice: Moralische und rechtliche Normen sind Gegenstand sozialer Auseinandersetzungen. Über sie wird in unterschiedlicher Form verhandelt und prozessiert. Die Koexistenz und Interdependenz von informeller Konfliktregelung im Alltag, außergerichtlichen (Mediations-)Verfahren und förmlichen Gerichtsverfahren ist ein weiteres Forschungsgebiet des Instituts.
Gesetze und Normen: Ein spezifischer Fokus am Institut sind Prozesse der Normgenese und Gesetzgebung sowie die Implementation von Gesetzen und die Rolle des Rechtsstabs. Recht interessiert dabei als eine besondere Ressource in sozialen Beziehungen und in seiner Funktion als ein umkämpftes Mittel der Herrschaft und ihrer Kontrolle.
Institutionen der Rechtsdurchsetzung: Ungeachtet der allgemeinen Anerkennung von Individuen als (Menschen-)Rechtssubjekte ist deren Zugang zum Recht und Kompetenz im Umgang mit ihm ungleich verteilt. Die Rechtsdurchsetzung außerhalb und innerhalb staatlicher Institutionen (Polizei und Justiz), mit ihrer Hilfe und ihnen gegenüber, die Institute der rechtlichen (Stell-)Vertretung und Rechtsfürsorge stellen weitere Studienschwerpunkte dar.
Kriminalität und Unsicherheit: Die systematische Beobachtung von Kriminalitätsentwicklungen auf unterschiedlichem Gebiet und der strafrechtlichen Bearbeitung derselben hat am Institut Tradition. Aber auch das proaktive und präventive Management von Sicherheit und von Wahrnehmungen öffentlicher Sicherheit und ihrer Garanten wird analysiert.
Informationen zu laufenden Projekten des Instituts erhalten Sie auch unter "Aktuelles".