Begleitende Evaluierung zu einem Modellversuch Familiengerichtshilfe


Kern der Familiengerichtshilfe (FamGeHi) ist die Möglichkeit der Auslagerung der Sachverhaltsermittlung (Clearing, Erhebungen, Expertisenerstellung) in strittigen kindschaftsrechtlichen Verfahren (Obsorge, Besuchsrecht) aus dem richterlichen Aufgabenfeld an psychosozial geschulte Fachkräfte. Diese Auslagerung erfolgt je nach Ermessen der zuständigen Richterin auf deren Anordnung. Die FamGeHi wird im Rahmen eines zweijährigen Modellversuchs an vier Gerichtsstandorten (Wien, Amstetten, Leoben, Innsbruck) erprobt und im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie begleitend evaluiert.

Die Evaluierungskriterien und Erfolgsmaßstäbe für die Begleitforschung leiten sich von den Zielsetzungen des Modellversuchs ab, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  • Beschleunigung der Verfahren
  • Höhere Zufriedenheit der Parteien
  • Arbeitserleichterung für die Gerichte durch Entlastung von Rollenkonflikten, durch mehr von den Parteien akzeptierte und nachhaltige Erledigungen/Entscheidungen

Projekt Laufzeit

Oktober 2011 bis März 2014

Projektleitung

Brita Krucsay

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


ProjektmitarbeiterInnen

Norbert Leonhardmair

Wissenschaftliche Assistenz (ehem.)