DigID

Studie Digitale Identitäten


Digitale Identitäten sind eine Erweiterung unserer physischen Identitäten im Cyberspace. Die rasante Technologieentwicklung und der allgegenwärtige Gebrauch digitaler Identitäten in Zukunft werfen viele unbeantwortete Fragen auf, wie Entscheidungsträger, Industrie und die Forschungsgemeinschaft unsere Bürger auf den sicheren und verlässlichen Umgang mit digitalen Identitäten in vielen Aspekten unseres Lebens vorbereiten sollen. Die DigID Studie wird die sozialen, rechtlichen, organisatorischen und technischen Aspekte, die mit digitalen Identitäten und mit Identitätsmanagement verknüpft sind, untersuchen, und damit eine Roadmap für die Etablierung einer sicheren, vertrauenswürdigen und verlässlichen Umgebung für digitale Identitäten in Österreich bereitstellen.

Digitale Identitäten (oder elektronische Identitäten) sind jene Informationen, die eindeutig eine Person, ein Subjekt (einen Gegenstand) oder ein Wesen im Cyberspace identifizierbar machen. Als eine Erweiterung unserer Identitäten in der physischen Welt haben sich digitale Identitäten von einfachen Formen der Identifikation hin zu vielfältigen Präsentationen und Möglichkeiten in der virtuellen Welt entwickelt. Bereits existierende Formen dieser digitalen Identitäten sind elektronische IDs wie die digitalen Informationen im Reisepass für Grenzkontrollen, virtuelle IDs wie die Bürgerkarte für eGovernment- Transaktionen oder die e-Card der Sozialversicherungsträger, oder online IDs wie jene in Social Media Webeiten (Facebook, Linkedin, Twitter und ähnliche) und öffentliche Profile, wie z.B. im Internet entweder selbst oder von anderen dargestellte Informationen zu einer Person.

Die rasche technologische Entwicklung und der immer allgegenwärtigere Gebrauch von digitalen Identitäten im Rahmen von Online-Aktivitäten werfen viele unbeantwortete Fragen auf, zu welchen die DigID Studie Antworten liefern wird. Ausgehend von der Grundfrage wie sicher und verlässlich derzeitige digitale Identitätstechnologien und Identitätsmanagement-Systeme sind werden Aspekte wie Missbrauch und falsche Benutzung digitaler Identitäten, rechtlichen Rahmenbedingungen, oder die Vorbereitung der Gesellschaft auf eine verantwortungsvolle und risikobewusste Nutzung digitaler Identitäten in Zukunft untersucht, und wissenschaftlich fundierte Argumente und Analysen erarbeitet, die Entscheidungsträger bei zukünftigen Planungen unterstützen sollen.

Die DigID Studie wird soziale, rechtliche, organisatorischen und technische (SROT) Aspekte digitaler Identitäten und des Identitätsmanagements im österreichischen Kontext mit speziellem Fokus auf (1) Sicherheit von Identitätsmanagement-Systemen und (2) Schutz der Privatsphäre und Datenschutz für digitale Identitäten abdecken. Darüber hinaus wird die Studie auch andere Themenfelder im Sinne geforderter Eigenschaften von digitalen Identitäten untersuchen, die zu einer erfolgreichen Entfaltung/Verbreitung derselben beitragen, wie z. B. öffentliche Akzeptanz, Nachverfolgbarkeit, Transparenz, Benutzerfreundlichkeit, Nachhaltigkeit, Kompatibilität, Interoperabilität, Offenheit und Managementbarkeit.

Die Ergebnisse der Studien werden den Entscheidungsträgern, der Industrie und der Forschungsgemeinde eine strategische Roadmap mit Empfehlungen für die Etablierung einer sicheren, vertrauenswürdigen und verlässlichen Umgebung für digitale Identitäten in Österreich bereitstellen.

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

                                            

 

Projekt Laufzeit

September 2013 bis August 2014

Projektleitung

Reinhard Kreissl

Ehemaliger wissenschaftlicher Leiter


ProjektmitarbeiterInnen

Alexander Neumann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (ehem.)

Regina Berglez

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (ehem.)