E-YOUTH.works

Offene Jugendarbeit in und mit neuen Medien als Schutzmaßnahme gegen radikalisierende Internetpropaganda


Internet- und medienbezogene Interventionen Offener Jugendarbeit haben das Potenzial, durch die Verbindung von Online- mit Offline-Interventionen auf Basis persönlicher Vertrauensbeziehungen bei jungen Menschen kritisch-reflexive Medienkompetenz zu stärken. Offene Jugendarbeit realisiert durch eine niederschwellige Arbeitsweise zugleich Zugänge zu grundsätzlich schwer erreichbaren, aber hoch relevanten AdressatInnengruppen für präventive (Medien-)Interventionen. Allerdings kommt e-youth work gegenwärtig in der Offenen Jugendarbeit in Österreich nur wenig systematisch zum Einsatz, es besteht beachtlicher professioneller Reflexions- und Entwicklungsbedarf; zugleich fehlt es an wissenschaftlicher Forschung in diesem Handlungsfeld Offener Jugendarbeit.

Das Forschungsprojekt verfolgt die Zielsetzung, evidenzbasiertes Wissen über den Einsatz, die Arbeitsweisen und Wirkmöglichkeiten von e-youth work mit speziellem Fokus auf medienbezogener Radikalisierungsprävention zu generieren, um eine professionelle Praxis Offener Jugendarbeit zu fördern. Damit wird ein aktueller Entwicklungsbedarf in der Offenen Jugendarbeit zur stärkeren und vielfältigeren Nutzung neuer Medien für nachhaltige Schutzstrategien gegen extremistische Internetpropaganda aufgenommen. Die Projektumsetzung erfolgt unter Einbindung maßgeblicher nationaler Akteure als Projektpartner.

Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse:

  • Repräsentative Forschungsergebnisse über vorhandenes Knowhow sowie konkrete Schulungs- und Entwicklungsbedarfe bzgl. e-youth work zur Radikalisierungsprävention,
  • vertiefende Erkenntnisse über innovative Good Practice-Ansätze, ihre Arbeitsformen, Beziehungsqualität und Wirkweisen,
  • Workshops zur kooperativen Wissensbildung mit Professionellen und relevanten Stakeholdern zur praxiswirksamen Rückkopplung der Erkenntnisse,
  • Guideline für PraktikerInnen: e-youth work als Instrument zur Radikalisierungsprävention & Deradikalisierung; Katalog mit Maßnahmenempfehlungen für Träger Offener Jugendarbeit, die Aus- und Weiterbildung sowie die Jugend- und Sicherheitspolitik in Österreich.

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

      

Weitere Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen:

bOJA – Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit

VJZ – Verein Wiener Jugendzentren

Bundesministerium für Familien und Jugend (BMFJ)

Bundesministerium für Inneres (BM.I)                                   

Projekt Laufzeit

November 2016 bis Oktober 2018

Projektleitung

Hemma Mayrhofer

Wissenschaftliche Geschäftsführung/ Leitungsteam


ProjektmitarbeiterInnen

Christina Schwarzl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin