MOMA

Modernes Management im Polizeianhaltewesen: Safe & Healthy Prisons


Das Projekt setzt sich zum Ziel, die gesundheitliche und soziale Situation von Häftlingen in Polizeianhaltezentren (PAZ – Schubhaft, Verwaltungsstrafhaft, Verwahrungshaft) unter Berücksichtigung der Perspektiven der Häftlinge und des Personals zu erforschen und wissenschaftliche Grundlagen und konkrete Instrumente für ein zeitgemäßes, die Grundrechte und Unversehrtheit der Häftlinge gewährleistendes Management zur Verfügung zur stellen. Seitens des Bundesministeriums für Inneres (BM.I), das in diesem Projekt eng mit den drei Forschungsinstitutionen zusammenarbeitet, besteht großer Bedarf an wissenschaftlichen Befunden und lösungsorientierten Instrumenten zum Polizeianhaltewesen, um die aktuellen Herausforderungen (z.B. durch die Flüchtlingskrise) zu bewältigen. Aufbauend auf dem WHO-Konzept der „Healthy Prisons“ untersucht das Projekt empirisch die Situation von Häftlingen in PAZ sowie die Perspektiven und Kompetenzen des Personals, wobei Letztere in ein Kompetenzprofil zur Anwendung in der Ausbildung münden. Vorhandensein und Verwendung vorhandener Datenbestände werden analysiert, um darauf aufbauend eine Potential-/Defiziteinschätzung der Datensysteme vorzunehmen und einen Fahrplan zur Reformierung der Anhaltedatei-Vollzugsverwaltung zu skizzieren. In einer partizipativen Workshopreihe mit Stakeholdern werden schließlich gemeinsam Lösungsansätze für identifizierte Probleme entworfen, die das BM.I im Management der PAZ unterstützen. 

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

      

Gesamtprojektleitung: 

Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden, WU Wien

weitere Projektpartner:

queraum. kultur- & sozialforschung

Bundesministerium für Inneres (BM.I)                                   

Projekt Laufzeit

Oktober 2016 bis März 2018

Projektleitung

Veronika Hofinger

Wissenschaftliche Geschäftsführung/ Leitungsteam


ProjektmitarbeiterInnen

Hannah Reiter

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Walter Fuchs

Wissenschaftlicher Mitarbeiter