TOPOS

Topographie subjektiver (Un-)Sicherheit in Wels


Das Erleben von Sicherheit ist ein affektiv-kognitiver Zustand, der sich interaktions- und raumabhängig bildet und meist latent bleibt, wiewohl er in öffentlichen Debatten thematisiert werden kann. Das Hauptziel von TOPOS ist die zeitnahe Erfassung des subjektiven Sicherheitsempfindens vor Ort. Im Gegensatz zu herkömmlichen Befragungsmethoden bietet die Nutzung von mobilen Kommunikationsgeräten (Smartphones) die Möglichkeit das subjektive Sicherheitsempfinden in Zeit und Raum zu verorten. TOPOS entwickelt exemplarisch für die Stadt Wels/OÖ ein Sicherheits-App, das es den NutzerInnen ermöglicht, ihr Sicherheitsempfinden zeitnah zu dokumentieren und damit eine quasi in Echtzeit zugängliche Sicherheitslandkarte des Stadtgebiets zu erstellen.
Das Projekt ist in die derzeit laufenden Aktivitäten des Projekts „Polizei.Macht.Menschenrechte“ in Wels integriert und soll ein ganzheitliches Verständnis der Sicherheitslage entwickeln. Die Diskrepanz zwischen der objektiven Sicherheitslage und dem subjektivem Sicherheitsgefühl beruht weniger auf objektiven Risiken, sondern vielmehr auf subjektiv und situativ empfundenen Unsicherheiten, deren raum-zeitliche Verteilung analysiert werden kann. Durch die Nutzung mobiler Kommunikationsgeräte (Smartphones) lässt sich zeitnah und kostengünstig das subjektive Sicherheitsempfinden erfassen. Mittels der TOPOS–APP werden persönliche Empfindungen der Nutzer/-innen vor Ort erhoben. Darüber hinaus kann durch die Nutzung dieser Applikation die Aufmerksamkeit für den öffentlichen und mobilen (Transit-)Raum erhöht werden. Dies bildet die Grundlage für zukunftsorientierte Maßnahmen und notwendige Verbesserungen zur Steigerung des allgemeinen Sicherheitsempfindens.

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

                                            

Projekt Laufzeit

Oktober 2013 bis September 2014

Projektleitung

Reinhard Kreissl

Ehemaliger wissenschaftlicher Leiter


ProjektmitarbeiterInnen

Diana Silvestru

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (ehem.)