Frauen in der Justizwache

Eine Studie zur Chancengleichheit von Frauen in der Justizwache


Seit dem Inkrafttreten des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes für den öffentlichen Dienst im Jahr 1993 besteht das deklarierte Ziel, den Frauenanteil in der Justizwache (JW) zu heben, sowie weibliche und männliche JW-Bedienstete in der Berufsausübung und in der Ausbildung gleichzustellen.

Derzeit wird für die gesamte Justizwache ein Frauenanteil von rund 13 Prozent kolportiert, auf höheren Hierarchieebenen ist der Frauenanteil noch geringer. Trotz einer Verdoppelung des Frauenanteils seit 1995 bleiben Frauen eine Minderheit in diesem Berufsfeld und gelingt es offenbar nur sehr schleppend, ihren Anteil zu heben. Der Justizwacheberuf gehört freilich zu den „klassischen Männerberufen“, bei denen die Öffnung für das andere Geschlecht allgemein nur langsame Veränderungen zeitigt. Die gleichberechtigte Öffnung der Justizwache für Frauen traf auch zusammen mit einem sich ändernden Berufsverständnis bzw. einer Neudefinition der Rolle der Justizwache. Justizwachebeamte und -beamtinnen sind nicht mehr „Wärter“ oder „Schließer“, die ausschließlich für Ordnung und Sicherheit zuständig sind. Sie haben eine wichtige Funktion bei der Betreuung der Gefangenen und sollen die Fachdienste dabei unterstützen. Wie weit hat sich dieses Rollenverständnis in der Justizwache wirklich durchgesetzt?

Die Studie schließt an eine Studie des IRKS aus dem Jahr 2004 (Karazman-Morawetz, Weiss) zum Thema „GenderMainstreaming in Justizanstalten“ an. Nach weiteren zehn Jahren der zumindest formal uneingeschränkten Öffnung der Justizwache für Frauen wird der Frage nachgegangen, welche Fortschritte hinsichtlich der gleichberechtigten und gleichwertigen Einbeziehung von Frauen bis heute erreicht werden konnten.

 

Projekt Laufzeit

März 2014 bis Mai 2015

Projektleitung

Walter Hammerschick

Kaufmännische Geschäftsführung/ Leitungsteam


Projekt Berichte