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GIWK Konferenzen

Die Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie (GIWK) veranstaltet im zweijährigen Abstand wissenschaftliche Konferenzen. Diese Konferenzen werden auf dieser Seite angekündigt. Sie können sich hier über die jeweiligen Themen der aktuellen Konferenzen informieren, sich als Teilnehmer registrieren oder einen Beitrag einreichen.

  • Einheitliches Recht für die Vielfalt der Kulturen?

    April 7, 2010 – April 9, 2010

    Strafrecht und Kriminologie in Zeiten transkultureller Gesellschaften und transnationalen Rechts

    Recht in nationalstaatlichem Rahmen und homogenen Gesellschaften ist Geschichte. Thema der Tagung sind die Konsequenzen veränderter Rechtsräume, zunehmend transnationalen Rechts und diversifizierter Lebenswelten für das Strafrecht, seinen Gegenstandsbereich und die kriminologische Wissenschaft.

Der Kampf ums Recht

Tagung der deutschsprachigen rechtssoziologischen Vereinigungen in Zusammenarbeit mit dem IRKS und den Universitäten Graz und Wien.

  • Übersicht

    September 1, 2011 – September 3, 2011

    Call for Sessions and Papers

    Der Kampf ums Recht: Akteure und Interessen
    im Blick der interdisziplinären Rechtsforschung

    Zweiter Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen

    1.-3. September 2011, Universität Wien


    „Alles Recht in der Welt ist erstritten worden“, hielt Rudolf von Jhering 1872 in Wien der seinerzeit unter Juristen weit verbreiteten Auffassung entgegen, das Recht erwachse einem „Volkgeist“ oder der allgemeinen Vernunft. Für Jhering dagegen war „Recht nicht bloßer Gedanke, sondern lebendige Kraft“, und das Ergebnis des Kampfes widerstreitender Interessen und politischer Aus­ein­ander­setzungen. Eine Vielzahl von Akteuren kämpft danach um das geltende Recht, manche für den Status Quo, andere für Veränderungen. Der Kampf, so Jhering, ist „die Arbeit des Rechts“, das Recht „kein logischer, sondern [ … ] ein Kraftbegriff“.

    Das Thema des zweiten Kongresses der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen knüpft an Jherings epochale Schrift „Der Kampf um's Recht“ an und will die Thematik, mit der Jhering die Rechtswissenschaft seiner Zeit herausforderte, interdisziplinär neu beleben. Welche Bedeutung hat die Vorstellung von Kampf, Dissens und Gewalt in der heutigen Rechtswissenschaft, die zwar einerseits vom Streit zwischen Prozessparteien, Lehrmeinungen und Gerichten lebt, sich aber in den vergangenen Jahren wieder verstärkt mit Fragen (außergerichtlicher) Konfliktbeilegung, der Aussöhnung zwischen Tätern und Opfern und Formen von auf Konsens statt Befehl gerichteten staatlichen Handelns beschäftigt? Welche Erkenntnisse halten die empirischen Wissenschaften wie etwa die Soziologie, Politikwissenschaft oder Anthropologie bereit, die den „Konflikt“ zum Thema haben? Wie laufen die Kämpfe um das Recht in Politik, Justiz, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kultur – aber auch im privaten Bereich – heute ab? Lohnt es sich überhaupt noch, um das Recht zu kämpfen, um die Gesellschaft zu verändern?

    Zur Bearbeitung ihrer weitreichenden Fragestellungen bedarf die Rechtsforschung transdisziplinärer Anstrengungen sowie quantitativer und qualitativer Methoden. Dies unterstreicht nicht zuletzt das Beispiel der angloamerikanischen Law & Society Bewegung und die grosse Resonanz des 1. Kongresses 2008 in Luzern. Entsprechend sind Beiträge willkommen aus allen Feldern der empirischen und theoretischen Rechtsforschung. Kolleg/innen aus Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaften, Philosophie, Geschichtswissenschaft, Ökonomie oder Linguistik sind eingeladen, das Programm des Kongresses mit zu gestalten.

    Die Programmplanung gliedert sich in zwei Schritte. Zunächst laden wir dazu ein, Vorschläge für ganze Sessions einzureichen. Im Herbst 2010 erfolgt dann eine Ausschreibung für Einzelvorträge. Die Programmkommission, besetzt mit Rechtssoziolog/innen und/oder Jurist/innen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, wählt die Vorträge und Sessions aus. Ziel der Auswahl ist es, die Breite und Güte der interdisziplinären Rechtsforschung abzubilden. Wir ermutigen Nachwuchswissenschaftler/innen, die Gelegenheit zur Präsentation wahrzunehmen. Kongresssprache ist Deutsch, Vorträge können aber auch auf Englisch oder Französisch gehalten werden.

    Stichtag für die Einsendung der Vorschläge ist der 1.9.2010 für Sessions und der 28.2.2011 für Einzelvorträge. Bei den Vorschlägen zu Sessions können entweder alle Teilbeiträge von vornherein benannt oder Offenheit für später eingereichte Einzelvorträge signalisiert werden. Vorschläge für Sessions und Einzelvorträge können in Kürze online angemeldet werden ( http://www.rechtssoziologie.info/wien2011 ). Nachfragen (Vorschläge bitte nur online) unter reinhard.kreissl@irks.at .

    Veranstaltende Organisationen: Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien, Vereinigung für Recht und Gesellschaft, Forschungskomitee Rechtssoziologie und Rechtswirklichkeitsforschung der SGS, Sektion Rechtssoziologie der DGS, Institut für interdisziplinäre Rechtsforschung/Law and Society Institut Berlin (LSI Berlin),   Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit, Juristische Fakultät der Universität Wien.



    Zur Einreichung gehts HIER

  • Call for Sessions and Papers

    September 1, 2011 – September 3, 2011

    Vorschläge für Panels können mit einer kurzen Beschreibung der Thematik (max. 1500 Zeichen) bis zum 01.09.2010 eingereicht werden. Panels haben einen Zeitraum von ca. einer Stunde zur Verfügung. Es können jetzt entweder Titel und Inhalt oder bereits die vorgesehenen Beiträge angemeldet werden. Die Verantwortung für die inhaltliche Koordination liegt bei den LeiterInnen der Panels. Die TeilnehmerInnen müssen sich individuell zu der Tagung anmelden.
    Individuelle Beiträge können bis zum 28.02.2011 auf dieser Homepage angemeldet werden.


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