Aktuelles

Tagung

Verwahrung und Verwahrlosung - Kinder mit Behinderungen auf Pavillon 15 „Am Steinhof“ von 1945 bis in die 1980er Jahre

Hemma Mayrhofer referiert auf der 34. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Subsymposium „Lernen aus der Vergangenheit – Die dunkle Seite der Heilpädagogik und Kinderpsychiatrie“ ausgewählte Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Menschen mit Behinderungen in der Wiener Psychiatrie“.

Date: 21. September 2018 14:00
Location: Universität Klagenfurt



Tagung

Vom 'Fassadenmanagement' zur evidenzbasierten Steuerung?

Reflexionsfragen zur Umsetzung von Wirkungsevaluationen in der Sozialen Arbeit“

Im Beitrag von Hemma Mayrhofer auf der ÖFEB-Tagung „[Des]Organisation und [Ent]Institutionalisierung in der Sozialen Arbeit“ werden zentrale Reflexionsfragen für Wissenschaft, Politik und Praxis aufgeworfen und diskutiert, die dabei unterstützen können, eine gute Praxis der Wirkungsevaluation – bzw. generell der Erfassung von Wirkungen – im Feld der Sozialen Arbeit zu realisieren.

Date: 20. September 2018 16:00
Location: Universität Salzburg, Campus Unipark Nonntal



Vortrag

Radikalisierung und Strafvollzug

Veronika Hofinger referiert bei der Tagung "Radikalisierung und Gefängnis" die Ergebnisse ihrer Studien zu Deradikalisierung im Gefängnis sowie zur Studie Wege in die Radikalisierung.

Date: 13. September 2018 13:30
Location: Vertretung des Landes Bremen in Berlin Hiroshimastrasse 24 D - 10785 Berlin



Panel

Abschaffung des Rechts durch Alternativen zum Recht – sinkende Prozesszahlen, steigende Bedeutung aussergerichtlicher Streitschlichtung?

In Deutschland und Österreich geht die Häufigkeit von Prozessen seit einigen Jahren deutlich zurück. Gleichzeitig ist – nicht auf nationaler Ebene – eine Ausdifferenzierung vielfältiger außergerichtlicher Streitschlichtungsverfahren zu beobachten. Wird das formelle Recht, in dem es solche Möglichkeiten zulässt und gleichzeitig hohe Anforderungen an die Durchführung von Prozessen vor staatlichen Gerichten stellt, zum Hindernis für die Durchsetzung des materiellen Rechts?

Ein von Walter Fuchs organisiertes Panel im Rahmen des Rechtssoziologie-Kongresses in Basel.

>> zum Programm

Date: 13. September 2018 16:30
Location: Rechtssoziologiekongress, 13.-15.9.2018 in Basel



Konferenz

4. Rechtssoziologie-Kongress

Die vierte Konferenz der deutschsprachigen Recht-und-Gesellschafts-Forschung widmet sich zeitgenössischen Tendenzen, die auf eine Abschaffung rechtsförmiger Ordnung und/oder subjektiven Rechten hinauslaufen. Populistisch-autoritäre Bewegungen und Regime üben Druck auf Institutionen des demokratischen Rechtsstaats aus. In den sich herausbildenden „illiberalen Demokratien“ werden subjektive Rechte beschränkt und die Verfassungsgerichtsbarkeit in Frage gestellt. Die Logik des Ausnahmezustandes und damit die Ausweitung von Notstands- und Sonderrechten ermöglicht Abweichungen und Sistierungen von fundamentalen Normen und Prinzipien, die der Exekutive weitere Befugnisse einräumen. Wie lassen sich diese und andere Entwicklungstendenzen angemessen soziologisch beschreiben und wie sind sie zu bewerten? Beobachten wir die Abschaffung des Rechts, die Entdifferenzierung von Recht, Moral und Politik oder lediglich eine Transformation im Sinne eines Form- und Inhaltswandels von Recht? 

Walter Fuchs und Walter Hammerschick referieren am Vierten Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen (13. – 15. September 2018, Universität Basel). Das IRKS ist einer der Mitveranstalter dieser Tagung. 

>> zum Programm

Date: 13. September 2018 20:30
Location: Rechtssoziologiekongress, 13.-15.9.2018 in Basel



Artikel

Wirkungsevaluation als Chance

Die allgegenwärtige Forderung nach Wirkungsorientierung stellt ganzheitlich und niedrigschwellig arbeitende Tätigkeitsfelder wie mobile Jugendarbeit vor große Herausforderungen. Die Studie „JA_SICHER“ unternahm den Versuch, die Wirkungen mobiler Jugendarbeit über ein komplexes, gegenstandsadäquates Forschungsdesign zu erfassen. Damit konnte eine Fülle aussagekräftiger Wirkerkenntnisse gewonnen werden, die auch die Chance bieten, fachliche Kriterien für Erfolg gegenüber relevanten Umwelten zu stärken. Der in der Zeitschrift „Sozial Extra“ erschienene Beitrag von Hemma Mayrhofer fasst zentrale Ergebnisse zusammen.

>> zum Artikel "Wirkungsevaluation als Chance"



Working Paper

Öffentliche Sicherheit in Wien

Mit dieser Arbeit wird eine umfassende Bestandsaufnahme zur Lage der öffentlichen Sicherheit in Wien vorgelegt. Durch Sonderauswertungen konnten die vorhandenen polizeilichen und justiziellen Kriminalitätsdaten für Wien differenzierter aufbereitet werden, als dies der jährliche Sicherheitsbericht der Bundesregierung und die der Öffentlichkeit sonst zugänglichen Daten erlauben. Daten über Anzeigen sowie über staatsanwaltliche und gerichtliche Verfahrenserledigungen wurden miteinander verknüpft und kontrastiert.
Eine längerfristige Beobachtungsperspektive, die Differenzierung der Kriminalitätsdaten nach phänomenologischen Gesichtspunkten, eine Bezugnahme auf demographische Entwicklungen und Strukturmerkmale von Stadtteilen (Bezirken) sowie Daten zum Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ermöglichen Faktenchecks in Hinblick auf Kriminalitätsverhältnisse. Die Form der Darstellung ist stark visuell ausgerichtet. Insgesamt 133 Grafiken werden durch knappe Erklärungstexte, einen methodischen Anhang und ein Glossar der wichtigesten Begriffe ergänzt.
 


Endbericht

Wege in die Radikalisierung

Das Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz geht der Frage nach, wie aus Jugendlichen, die in Österreich aufgewachsen sind, IS-Sympathisanten werden und welche Rolle die Justiz und der Strafvollzug dabei spielen. Wo radikalisieren sich diese Jugendlichen, die schließlich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Gefängnis landen? Welche Rolle spielen ihr Freundeskreis, Moscheen oder das Internet bei ihrer Radikalisierung? Die Studie baut dabei auf dem Projekt Deradikalisierung im Gefängnis auf und nützt daraus resultierende Informationen und Kontakte. Im Ergebnis soll die Studie eine über den Einzelfall hinausreichende Antwort auf die Frage geben, wie Jugendliche zu IS-Sympathisanten werden und welche Rolle dabei unterschiedliche Institutionen, aber auch sozio-ökonomische und -kulturelle sowie persönliche Kontakte und/oder Internetpropaganda spielen. 



Video

Aktuelle Herausforderungen Offener Jugendarbeit in der digitalisierten Gesellschaft

Der von Hemma Mayrhofer auf der Jugendtagung 2018 in Linz gehaltene Vortrag zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungsbedarfen Offener Jugendarbeit in einer mediatisierten Gesellschaft steht nun auf Youtube bereit.

Zum Vortrag >>



Preisverleihung

Verleihung des Fritz Sack Preises

Im Rahmen der Fachtagung der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie (GiwK) wurde Veronika Hofinger der Fritz Sack Preis für hervorragende kriminologische Veröffentlichungen verliehen. Das ausgezeichnete Werk untersucht die Konstruktion des Rückfalltäters von Lombroso bis zu den Neurowissenschaften. Wir freuen uns!