Neu Erschienen

Forschungsverlaufsbericht

Menschen mit Behinderung in der Wr. Psychiatrie

Der Bericht legt die bisherigen Forschungsschritte der Untersuchung zu Pavillon 15 "Am Steinhof"/Otto-Wagner-Spital und Abteilung für entwicklungsgestörte Kinder am ehem. Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel dar. Es konnten große relevante Aktenbestände erschlossen und viele Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen realisiert werden. Die kommenden Monate dienen verstärkt der systematischen Analyse des umfassenden Datenmaterials. Die Ergebnisse werden im Juni 2016 veröffentlicht.



Film

Filming ALTERNATIVE

Participatory film-making war ein zentraler Bestandteil des ALTERNATIVE Projektes während seiner vierjährigen Laufzeit. Die Ergebnisse der filmischen Aktivitäten an den unterschiedlichen Projektstandorten in fünf verschiedenen Ländern sind unter dem diesem Link zu sehen. Wie erleben beispielsweise Jugendliche, die am Schöpfwerk wohnen, ihre Nachbarschaft? Darüber hinaus stellen ForscherInnen und PraktikerInnen durch Erfahrungsberichte ihre lokale Arbeit vor und erläutern die generellen Ziele und methodischen Zugänge des Projektes auf lebendige Art und Weise. 



Artikel

Wider die Abkehr von Opferorientierung, Ausgleich und Wiedergutmachung

Die Gesetzwerdung des Tatausgleichs im Jahr 1989 markiert eine spektakuläre Zäsur in Österreichs strafrechtlicher Theorie und Praxis, weil damit der Grundsatz „Reaktion auf Kriminalität ist ausschließlich Staatsangelegenheit“ aufgegeben wurde. Zahlreiche nationale wie auch internationale empirische Studien zeigen seither, dass die strafrechtliche Mediation bei den Opfern große Zustimmung findet und bei den Beschuldigten mit niedrigen Rückfallraten einhergeht. Trotz dieser positiven Befunde und trotz gegenteiliger internationaler Entwicklungen sind die Zuweisungen zur Konfliktregelung (sowie zur Diversion generell) in Österreich rückläufig. Der Beitrag diskutiert die Gründe dafür und sucht nach Gegenstrategien und möglichen Ausweitungen des Tatausgleichs, auch auf andere strafjustizielle Bereiche. 



Broschuere

Moderner Maßnahmenvollzug: Beiträge zur Reformierung

In einer von den NEOs veranstalteten Enquete zum Maßnahmenvollzug sprachen Experten über Probleme und Auswege aus der Krise des Maßnahmenvollzugs. Veronika Hofinger präsentierte die Ergebnisse der IRKS-Studie zum Maßnahmenvollzug. Die aus der Veranstaltung entstandene Broschüre kann hier heruntergeladen werden.



Forschungsprojekt

Rechtsextreme Straftaten im Kontext

Was steckt eigentlich hinter Anzeigen und Verurteilungen nach dem Verbotsgesetz? Eine neu veröffentliche IRKS-Studie bietet auf der Basis umfassender Aktenanalysen eine Phänomenologie und Typologie rechtsextremer Straftaten in Österreich. Die Studie zeigt, dass Verbotsgesetz und EGVG Art III von einem Typus von politisch-ideologischer „Betätigung“ und der „Verbreitung von Gesinnung“ ausgehen, der antiquiert anmutet und über weite Strecken obsolet geworden ist – und die im gesellschaftlichen Alltag verbreiteten rechtsextremen bis rassistischen Äußerungen kaum erfassen kann.