Termine

Kolloquium

Verletzte Identitäten?

Die im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen in Bosnien und Herzegowina gefestigten, durch eine starke ethnische Ingroup-Outgroup-Unterscheidung strukturierten Selbst- und Fremdbilder waren stets verbunden mit dem Glauben an die moralische Überlegenheit der je eigenen ethnischen Gruppe.

Eine hermeneutische Analyse narrativer Interviews, die in verschiedenen Regionen in Bosnien und Herzegowina erhoben wurden, bringt zutage, dass die Konstruktion der eigenen Identität in der Nachkriegszeit im Wesentlichen über die Konstruktion des Selbst und der Wir-Gruppe als Opfer verläuft. Die Selbstviktimisierung immunisiert gegen Infragestellungen des „Wir-Ideals“ und dient damit als Identitätsstabilisator.

Ana Mijic (M.A.) studierte Soziologie und Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung) an der Universität Tübingen.

Date: 07. März 2013 10:00
Location: Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Museumstraße 5/12, 1070 Wien



Vortrag

Sicher unterwegs durch Wien

Einflüsse auf das subjektive Sicherheitsempfinden im Wiener Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

von Diana Silvestru (IRKS)

Die Nutzung unterschiedlicher öffentlicher Verkehrsmitteln gehört zum Alltag der modernen Gesellschaft. Das Erleben subjektiver Unsicherheiten während der Reise beeinträchtigt nicht nur die Attraktivität des ÖPNV-Systems, sondern kann u.a. zur beschränkten Nutzung oder sogar zum totalen Fahrtverzicht führen. Die Entstehung von Unsicherheit im mobilen Transitraum hat als Ursprung eine breite Palette an persönlichen, Umfeld, Image, technisch- oder betrieblich- bedingten Einflussfaktoren.

Date: 20. Februar 2013 18:00
Location: Seminarraum des Institutes für Verkehrswissenschaften (3. OG), TU Wien, Karlsplatz 13, 1040



Publikation

Staatsgewalt. Die Schattenseiten des Rechtsstaates

Gleicher Zugang zum Recht für alle? Unser im Prinzip gut konstruierter Rechtsstaat ist in manchen Bereichen auch fehleranfällg. Katharina Rueprecht und Bernd-Christian Funk beschreiben in ihrem im Oktober 2012 erschienenen Buch "Staatsgewalt" Fälle von mitunter recht exzessiver Umsetzung des staatlichen Gewaltmonopols.

Buchpräsentation & Diskussion:

- Katharina Rueprecht, Autorin, bis 2008 Rechtsanwältin und Strafverteidigerin
- Bernd-Christian Funk, Mitautor und bis 2011 Professor für öffentliches Recht an den Universitäten Graz und Wien
- Terezija Stoisits, Volksanwältin
- Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums
- Reinhard Kreissl, Leiter des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie
- Moderation: Bettina Haller

Nähere Informationen >

 

Date: 28. Jänner 2013 18:30
Location: Amtshaus Neubau, Hermanngasse 24-26, 2. Stock, Festsaal



Kolloquium

Forschungsforum Soziale Arbeit

Soziale Arbeit stellt einen bedeutsamen Bereich gesellschaftlicher Praxis dar. Soziologische bzw. sozialwissenschaftliche Forschungen zu diesem Gesellschaftsfeld ermöglichen wichtige Einblicke in die gesellschaftliche Erzeugung und Bearbeitung von individueller und kollektiver Hilfsbedürftigkeit.

Das Forschungsforum richtet sich an SoziologInnen, SozialarbeiterInnen und alle thematisch Interessierten. Nach den Studienpräsentationen wird die Möglichkeit zum inhaltlichen Austausch geboten. Ziel ist es, den sozialwissenschaftlichen Diskurs zur Sozialen Arbeit und einen Wissenstransfer zwischen ForscherInnen, aber auch zur Praxis Sozialer Arbeit zu stärken.

Nähere Informationen, Kontakt & Anmeldung: hemma.mayrhofer@univie.ac.at

Date: 22. Jänner 2013 18:15
Location: Institut für Soziologie, Rooseveltplatz 2, 1090 Wien (Seminarraum 3/1. Stock)



Kolloquium

Muss Strafe sein? Alternativen und Lösungsansätze

Je weniger repressive Elemente eine Gesellschaft braucht, um so besser. Aber - geht's denn ganz ohne? Wie weit können wir, als einzelne und als Gesellschaft, auch ohne Strafe, Straflogik und Schuldzuweisungen auskommen? Welche alternative Wege gibt es, mit Problemen umzugehen?

In der Erziehung von Kindern ist der früher selbstverständliche Rohrstock inzwischen abgeschafft worden. Können wir als Gesellschaft uns weiterbewegen in eine Richtung, in der nicht nur die drakonischen Strafen des Mittelalters undenkbar geworden sind, sondern der Strafgedanke insgesamt sich langsam auflöst?

Ein vielfältiges Programm lädt von 11.-13. Jänner zum Nachdenken ein.

Mehr dazu auf: rejust.wordpress.com | Eintritt frei | Anmeldung unter: rejust@nachhaltig.at

Date: 11. Jänner 2013 19:00
Location: WUK, Währingerstraße 59, 1090 Wien