FRALTERNA

Evaluation der Anwendungspraxis von Freiheitsbeschränkungen und alternativer Maßnahmen bei Gefährdungslagen in Heimen


Freiheitsbeschränkungen in Heimen zur Abwehr einer Gefährdung von Menschen mit Behinderungen bzw. psychischer Erkrankung oder dritter Personen stellen gravierende Eingriffe in die Grund- und Menschenrechte dar. Von solchen Maßnahmen staatlicher Zwangsgewalt zur Gefahrenabwehr im öffentlichen Interesse sind jährlich zehntausende Menschen betroffen, den rechtlichen Rahmen definiert seit 2005 das Heimaufenthaltsgesetz (HeimAufG).

Die beantragte sozialwissenschaftliche Evaluationsstudie will evidenzbasierte Erkenntnisse darüber generieren, wie Freiheitsbeschränkungen in unterschiedlichen Heimtypen zum Einsatz kommen, durch die gemäß HeimAufG vorgesehenen Kontrollinstrumente (v.a. Bewohnervertretung, aber auch Gerichte) überprüft werden und im Pflege- und Unterstützungsalltag durch schonendere Alternativen reduziert werden können. Die Ergebnisse sollen zu einem bestmöglichen Schutz der betroffenen Personen vor unzulässiger Freiheitsbeschränkung unter Sicherstellung der Abwehr ernstlicher und erheblicher Gefährdungen beitragen. Dadurch wird das Vertrauen der Bevölkerung in eine menschenrechtskonforme Versorgungssicherheit bei Krankheit, Behinderung und im Alter gestärkt.

Das Projekt wird innerhalb des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) gefördert. 

 

 

ProjektpartnerInnen

Projekt Laufzeit

November 2020 bis Oktober 2022

Projektleitung

Hemma Mayrhofer

Wissenschaftliche Geschäftsführung/ Leitungsteam


ProjektmitarbeiterInnen

Andrea Fritsche

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Walter Fuchs

Wissenschaftlicher Mitarbeiter