Exklusion von Drogentätern

Die Maßnahme für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher nach § 22 StGB ist durch Einschränkungen der vorgesehenen Zwangsbehandlung gekennzeichnet. In den Debatten der Strafrechtskommission von 1955 wurden die Bestimmungen für den Entwöhnungsvollzug formuliert und dabei Drogentäter mit langen Freiheitsstrafen von der Maßnahme ausgeschlossen. Erst durch § 68 a StVG, der wie das Maß- nahmenrecht mit der Großen Strafrechtsreform in Kraft trat, wurde auch (Drogen-) Tätern mit mehrjährigen Freiheitsstrafen ein Behandlungszugang eröffnet. Die vor- liegende Studie ist der Entstehungsgeschichte des Entwöhnungsvollzugs und sei- nem Bedeutungswandel gewidmet: In Teil 1 werden die Gründe für die Exklusion der Drogentäter analysiert.

 


Autoren

Wolfgang Stangl

Konsulent


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