Projekt zur Implementierungsbegleitung des Strafprozessreformgesetzes

Die Reform des Vorverfahrens der StPO beinhaltet nicht nur eine grundlegende Erneuerung des Strafverfahrens, die in ihrer theoretischen wie auch praktischen Bedeutung mit der großen Reform des materiellen Strafrechts des Jahres 1975 vergleichbar ist. Sie stellt auch die handelnden Akteure vor neue Herausforderungen, weil einerseits der Grundsatz der Zusammenarbeit im Verhältnis Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft, und andererseits die neuen Beteiligungsrechte von Opfern und Beschuldigten einen grundlegend veränderten  Kommunikationsstil erfordern. Für Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft geht es auch um die tatsächliche Übernahme der Verantwortung für das Ermittlungsverfahren, das nunmehr nicht weiter unter der Leitung des Gerichts steht.

Im Detail sind folgende drei Ziele des Projektes hervorzuheben:

  • Eine sozialwissenschaftliche Erhebung, Beschreibung und Analyse der Vorbereitungen zur Reform und der Erwartungen in Hinblick auf die Reform. Ziel sind dabei keine quantifizierenden Aussagen, sondern die Darstellung und Analyse eines umfassenden Spektrums an Sichtweisen und Einschätzungen zur Reform.
  • Die Erkenntnisse aus dieser Praxisforschung sollen den Gestaltern der Reformumsetzung zur Verfügung gestellt werden
  • und schließlich sollen Grundlagen und Vergleichsmaterialien für eine weitere wissenschaftliche Begleitung der Reformumsetzung aufbereitet werden.

 


Autoren

Walter Hammerschick

Kaufmännische Geschäftsführung/ Leitungsteam

Wolfgang Stangl

Konsulent



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