Pilotbericht über den Strafvollzug 2008

Als institutioneller Bereich, in dem zum einen sicherheitssensible und integrationsrelevante Dienstleistungen für die Gesellschaft erbracht werden und zum anderen besondere Abhängigkeits? bzw. Autoritätsverhältnisse bestehen, ist dem Strafvollzug öffentliche Aufmerksamkeit sicher. An der öffentlichen Rezeption des Strafvollzugs entdeckt man jedoch immer wieder  stereotype  Vorstellungen  von  Gefängnis  und  Vollzugspraxis,  nicht  zuletzt  Folge  einer bisher  beschränkten  Berichterstattung  der  Justizverwaltung  über  detaillierte  Fakten  über den Strafvollzug in den Justizanstalten.

Ziel einer neuen Berichterstattung über den österreichischen Strafvollzug in Justizanstalten ist  es,  der  interessierten  Öffentlichkeit  ein  realitätsnahes  kompaktes  Bild  der  Verhältnisse und Entwicklungen im Strafvollzug, der Vollzugspraxis und des Effekts allfälliger gesetzlicher und organisatorischer Reformmaßnahmen – wie etwa des „Haftentlastungspakets“ – zu liefern. Damit soll zugleich das vorhandene Verwaltungs? und Kontrollwissen über diesen institutionellen  Bereich  präsentiert  werden.  Dieses  speist  sich  aus  quantitativen  Daten  (im  wesentlichen auf Grundlage der sog. „Integrierten Vollzugsverwaltung“, der elektronischen Gefangenenpersonalakten) und aus Wahrnehmungsberichten von Einrichtungen der Kontrolle und des öffentlichen Monitoring über die Justizanstalten.


Autoren

Veronika Hofinger

Wissenschaftliche Geschäftsführung/ Leitungsteam

Wolfgang Stangl

Konsulent


Arno Pilgram

Wissenschaftlicher Mitarbeiter


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